| Der Hundekompass - welcher Hund passt zu mir.. |
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Vorwort zur Anschaffung eines HundesEin paar grundlegende
Überlegungen
Bei
einer neuen Anschaffung im Haushalt, egal ob
Videokamera, Staubsauger oder Waschmaschine, zieht der Konsument
heutzutage umfangreiche und ausführliche Informationen ein.Da werden Testberichte gelesen, Kaufhäuser abgeklappert, im Internet recherchiert, Freunde und Bekannte mit Fragen überschüttet, Vergleiche angestellt und nach langem Abwägen wird dann eine Entscheidung gefällt. Für einen Hund, egal welcher Rasse, sollte die Einholung solcher Informationen ebenfalls selbstverständlich sein, vor allem wenn man bedenkt, das einem dieses neue Familienmitglied die nächsten 10 bis 16 Jahre 24 Stunden jeden Tag und jede Nacht begleiten wird. Bei der Anschaffung eines Neuwagens werden sich doch auch Gedanken über Kraftstoffverbrauch, Reparaturkosten oder Größe und Wartung gemacht. Bei einem Hund fallen auch laufende Kosten wie Tierarzt, Impfungen, Hundefutter, Fellpflege, Flohhalsband, oder auch bei einer Krankheit Medikamente an. Die Erstausstattung wie Hundehalsband, Hundeleine oder Hundekorb halten auch keine 16 Jahre lang. Unter Umständen kann der Besuch einer Hundeschule angeraten sein. Die Gemeinde zieht Hundesteuer ein und eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch angebracht. Ist der Halter bereit, bei einem Wohnungswechsel einen Vermieter zu bevorzugen, der Hunde erlaubt, auch wenn das vielleicht mit höheren Mietkosten verbunden ist? Ist die gesamte Familie mit der Anschaffung einverstanden? – Wenn nur einer dagegen ist, bekommt der Rest der Familie und der Hund auf Dauer Schwierigkeiten. Fünfter Stock und kein Fahrstuhl? – Auch ein Hund wird mal älter und muss trotzdem Gassi gehen. Und dann die notwendige Zeit für das Tier aufbringen. Ist das überhaupt mit der jetzigen und zukünftigen Arbeitsituation vereinbar? Was geschieht mit dem bis dato heiligen Urlaub per Flugzeug auf Teneriffa? Hund mitnehmen?, in Pflege geben?, oder Autobahnraststätte…..? Leider machen sich viele zukünftige Hundehalter keine Gedanken darüber, ob Hund und Herrchen überhaupt zusammenpassen, sondern schaffen sich solch ein Tier aus einer emotionellen Laune heraus an. Die Jack Russel Welpen sehen so knuffelig aus, der Labrador sorgt für einen starken Eindruck, den Mops kann man so schön verwöhnen oder der Labrador unterstützt meine markante Erscheinung. Wird plötzlich erkannt, das die Bedürfnisse dieses Lebewesens Zeit, Hingabe, Arbeit und Kosten bedeuten, finden sich viele im besten Fall im Tierheim wieder oder werden bis an ihr Lebensende nur noch als lästigen „Klotz am Bein“ in der Familie geduldet. Es ist leider so, das sich viele Menschen eine Hunderasse zulegen, zu der sie gar nicht passen und die Tiere dadurch nicht entsprechend ausgelastet und gefordert, bzw. gehalten werden. Dadurch können Verhaltungsstörungen und psychische Störungen auftreten, die sich eventuell in Zerstörungswut, Aggressives Verhalten oder Unsauberkeit äußern. Schuld ist dann offiziell der „schwierige und Bösartige“ Hund, was natürlich nicht stimmt – das wirkliche Problem ist am anderen Ende der Leine zu finden. Überprüfen Sie daher gewissenhaft, ob Sie dem Hund das geben können was er braucht und ob Sie überhaupt zu ihm passen. Informieren Sie sich genau über seine Bedürfnisse, denn Sie tragen die Verantwortung über das Wohlergehen ihres Hundes. Letzten Endes tun sie sich selber auch keinen Gefallen, wenn Sie sich ständig über Ihren Hund ärgern und diesen nur noch als Belastung empfinden. Die Entscheidung: Ahnen Sie jetzt, dass sie sich soviel Veränderung nicht vorstellen können und auch irgendwie gar nicht wollen , dann überlegen sie noch einmal, sein sie ehrlich zu sich selbst und verzichten vielleicht auf eine Anschaffung – dem Hund zuliebe. |
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